Dieser Bericht untersucht, wie die frühzeitige Integration des KRITIS-Dachgesetzes in den Neubau von Kliniken nicht nur gesetzliche Konformität sicherstellt, sondern auch erhebliche Kosten und Sicherheitsrisiken minimiert. Durch die Berücksichtigung der gesetzlichen Anforderungen im Anfangsstadium des Bauprozesses lassen sich zukünftige Herausforderungen effektiv steuern.

Einführung

Mit dem Inkrafttreten des KRITIS-Dachgesetzes im Oktober 2024 werden neue Sicherheitsanforderungen für den Betrieb kritischer Infrastrukturen festgelegt, die auch den Bau und die Planung von Kliniken betreffen. Diese Anforderungen zielen darauf ab, die Resilienz dieser essenziellen Einrichtungen gegenüber einer Vielzahl von Risiken zu stärken.

Überblick über das KRITIS-Dachgesetz

Das KRITIS-Dachgesetz definiert kritische Infrastrukturen als Einrichtungen, deren Ausfall oder Beeinträchtigung nachhaltige Versorgungsengpässe, erhebliche öffentliche Sicherheitsdefizite oder andere dramatische Folgen hätte. Für Kliniken beinhaltet das Gesetz spezifische Vorgaben zu physischer Sicherheit, Cybersecurity und Notfallmanagement.

Risiken und Kosten durch Nichtbeachtung

Nichteinhaltung der KRITIS-Vorgaben kann zu direkten finanziellen Belastungen führen, wie Bußgelder und die Notwendigkeit teurer Nachrüstungen. Indirekt ergeben sich Risiken durch Betriebsunterbrechungen und den Verlust des öffentlichen Vertrauens, was langfristig den Klinikbetrieb beeinträchtigen kann.

Strategien zur Einbindung des KRITIS-Dachgesetzes

  • Frühzeitige Risikoanalyse: Bereits in der Planungsphase sollten umfassende Risikoanalysen durchgeführt werden, um die spezifischen Anforderungen des Gesetzes vollständig zu verstehen und umzusetzen.
  • Architektonische Gestaltung: Die bauliche Ausführung der Klinik sollte so gestaltet werden, dass sie sowohl gegen physische Angriffe widerstandsfähig ist und gleichzeitig Raum für zukünftige technologische Aufrüstungen bietet.
  • Implementierung robuster IT-Systeme: Ein besonderer Fokus liegt auf der Implementierung sicherer IT-Systeme, die sowohl gegen externe Angriffe geschützt sind als auch interne Daten sicher verwalten.

Vorteile der frühzeitigen Integration

Die frühzeitige Integration des KRITIS-Dachgesetzes in den Planungs- und Bauprozess von Kliniken bietet mehrere Vorteile:

  • Kosteneffizienz: Vermeidung späterer teurer Anpassungen und Ausnutzung von Synergien während des Baus.
  • Betriebssicherheit: Gewährleistung eines sicheren und störungsfreien Betriebs von Beginn an.
  • Rechtssicherheit: Sicherstellung der Einhaltung aller rechtlichen Anforderungen und Vermeidung von Sanktionen.

Fazit

Die Integration des KRITIS-Dachgesetzes in den Neubau von Kliniken ist eine strategische Entscheidung, die weit über die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben hinausgeht. Sie ist eine Investition in die Zukunftsfähigkeit und Sicherheit kritischer Gesundheitsinfrastrukturen.

Empfehlungen

Zusammenarbeit mit Sicherheitsexperten, regelmäßige Schulungen für das Bauteam und die laufende Überwachung der Bauphasen sind essenziell, um die Einhaltung des KRITIS-Dachgesetzes zu gewährleisten und die Klinik zukunftssicher zu machen.